Aktuelles zur Corona-Krise

Sehr geehrte Patientinnen,

 

Corona hat uns nicht nur weiterhin im Griff, Corona hat uns verändert. Meine Sorge galt anfangs dem menschlichen Miteinander. Dass das Zusammenrücken angesichts der gemeinsamen Bedrohung einem zunehmenden Gefühl des Bedrohtseins durch den Mitmenschen als potentieller Infektionsquelle weicht. So ist es dann auch gekommen. Dann kamen die Impfungen und nun teilten sich die Wege: ein Teil blieb besorgt und verhielt sich vorsichtig und verantwortungsvoll, der andere Teil erklärte die Pandemie für beendet, zumindest für sich selbst. Ein dritter Teil erklärte Corona schlicht für nicht existent oder lehnte die Impfung aus anderen Gründen rundheraus ab.

 

Nach nunmehr zwei Jahren ununterbrochenen Informierens, Testens, Impfens, nach zwei Jahren ständiger Sorge vor einer Infektion meiner Patienten oder meines Teams, nach zwei Jahren ständiger organisatorischer Nachbesserungen und Anpassung der Hygienemaßnahmen, nach zwei Jahren, in denen das Telefon aufgrund von Impfanfragen nicht still stand, die Praxis fast nicht erreichbar war und ich meiner eigentlichen Tätigkeit, der gynäkologischen und geburtshilflichen Betreuung meiner Patientinnen kaum nachgehen konnte,

 

nach dieser langen Zeit also ist meine Geduld mit Impfgegnern und Maskenverweigerern erschöpft. Wer um sich schaut, bemerkt es: Corona ist nicht mehr nur eine theoretische Größe, wir erleben es ganz konkret in Form von Erkrankungen in unserem Umfeld, meist in abgeschwächter Form dank Impfung, aber ich erlebe auch schwere Formen bis hin zu Todesfällen. Da erscheint es mir als Verhöhnung dieser Menschen, wenn andere Menschen für sich das Recht in Anspruch nehmen, ungeimpft und ungetestet in meine Praxis zu kommen und potentiell meine Patientinnen (Schwangere wie Nichtschwangere) infizieren zu können.

 

Bitte beachten Sie daher, dass – wie allgemein üblich – der Zutritt zur Praxis für alle planbaren Untersuchungen, für Beratungsgespräche wie auch für die Entgegennahme von Rezepten und Formularen nur mit gültigem Impfzertifikat oder zumindest mit der tagesaktuellen Bescheinigung über einen negativen Antigentest (Testzentrum oder vergleichbar) möglich ist.

 

In Zweifelfällen kontaktieren Sie uns gerne telefonisch, auch was die Versendung von Rezepten auf dem Postweg belangt.

 

Es grüßt Sie alle herzlich

 

Ihr Hans-Peter Materna